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Zuckerrübe

Zuckerrübe
Zurkerrüben vor der Ernte

Grundlegender Rohstoff für die Herstellung von Zucker ist die Zuckerrübe (Beta vulgaris var. altissima). Die Zuckerrübe ist eine Zweijahresfrucht und gehört zu den Hackfrüchten. Für den Bedarf der Zuckerindustrie wird sie ein Jahr angebaut. Ihre Vegetationszeit beträgt ca. 190-200 Tage. Da es sich um eine anspruchsvolle Frucht handelt, muss man ihr während der ganzen Vegetationszeit eine große Pflege zukommen lassen.

Wo wird die Zuckerrübe angebaut

Die Zuckerrübe wird hauptsächlich in den Rübenanbaugebieten angebaut, zu welchen u.a. auch das Gebiet Mittelmährens gehört. Die Zuckerrübe ist anspruchsvoll, was den Boden, die Düngung, den Schutz und die Niederschläge betrifft. In der Region der Hannakei hat die Zuckerrübe wie auch die Zuckerindustrie eine langjährige Tradition. Die Zuckerrübe wird jeweils auf den besten Grundstücken des jeweiligen Gebiets angebaut. In den letzten fünfzehn Jahren wurden die Erträge der Zuckerrübe erheblich gesteigert, auch die Zuckerhaltigkeit wurde Schritt für Schritt erhöht. Die Erträge belaufen sich zwischen 50 und 60 Tonnen pro Hektar, die Zuckerhaltigkeit beträgt dann ca. 16%, unter günstigen Bedingungen kann sie auch höher sein. Großen Verdienst kommen dabei einer entsprechenden Düngung, der Qualitätsverbesserung des Saatguts, der Ernährung und des Schutzes und nicht zuletzt auch den Züchtern zu, die der Zuckerrüber alles geben, was sie braucht.

Saatgüter und Sorten

Gegenwärtig wird für die Aussaat der Zuckerrübe hochwertiges einfrüchtiges Saatgut verwendet, das vor seiner Verwendung speziell gebeizt wird. Das Saatgut wird von den Züchtern in der Zuckerfabrik bestellt, welche die Bestellung bei den Herstellern des Saatguts in Auftrag gibt. Die Wahl der Sorten erfolgt aufgrund von Ergebnissen von über einen längeren Zeitraum durchgeführten staatlichen Sorten-Versuchen. Die Sorten, die mindestens in dreijährigen Versuchen die besten Ergebnisse erzielt haben, werden von den einzelnen Züchtern in die Aussaat der Zuckerrübe aufgenommen. Einen weiteren wichtigen Faktor stellt eine schnelle und gute Bearbeitung der Erde vor der eigentlichen Aussaat und eine unmittelbare Aussaat von Saatgut dar, welche auf ein schnelles und regelmäßiges Aufgehen der Zuckerrübe einen großen Einfluss hat.

Aussaat der Zuckerrübe

Rübenfelder
Rübenfelder in der Region Mittelmährens

Die Aussaat der Zuckerrübe erfolgt von Mitte März bis Mitte April. Wegen einer verhältnismäßig langen Vegetationszeit ist die Zuckerrübe empfindlich hinsichtlich der Ernährung und des Befalls von Krankheiten und Schädlingen; deshalb ist es notwendig, gegen diese schädigenden Faktoren Schutzmaßnahmen zu treffen. Die Notwendigkeit des Schutzes ergibt sich nicht nur aus dem Bedarf einer Stabilisierung des Ernteertrags, sondern auch aus der Notwendigkeit, die Verluste infolge von schädlichen Faktoren zu verringern.

In der ersten Vegetationsphase ist eine regelmäßige Kontrolle des Unkrauts und des Gesundheitszustands der Zuckerrübe unentbehrlich; notwendig ist auch der herbizide, insektizide und fungizide Schutz sowie auch eine Nachdüngung. Sehr wichtig für gute Erträge und die Zuckerhaltigkeit sind hinreichende und vor allem regelmäßige Niederschläge. Unter unseren Bedingungen beträgt der ideale Niederschlag ca. 450-550 mm im Laufe der Vegetationszeit, wobei auch die regelmäßige zeitliche Verteilung von Bedeutung ist.

Ernte und Verarbeitung der Zuckerrübe

Photo Gallery: Zuckerrübenernte

Ergebnisse hat auch die moderne Erntetechnologie. Eingesetzt werden modernste Erntemaschinen, in den meisten Fällen sich selbst bewegende sechsreihige Erntemaschinen, welche bei der Ernte die Verluste erheblich reduzieren. Die eigentliche Ernte wird aufgrund von festen Zeitplänen für die Lieferungen in die Zuckerfabrik organisiert. Die Ernte erfolgt mit vier- bis fünftägigem zeitlichem Vorsprung vor dem Abtransport zur Bearbeitung. Die Ernte erfolgt ca. bis zur ersten Dekade im Dezember, unter Berücksichtigung des zu erwartenden Wetters. Bei einer Verlängerung der Ernte wird die Zuckerrübe nicht für eine längere Zeit auf den Deponien gelagert, sodass keine erheblichen Verluste an Gewicht und Zuckerhaltigkeit entstehen und der Gesundheitszustand der gelagerten Zuckerrübe nicht verschlechtert wird. Vor dem eigentlichen Antransport der Zuckerrübe zur Verarbeitung wird die gesamte Menge an Zuckerrüben auf den Deponien der Züchter mithilfe von Reinigungsladern vorgereinigt. Die Vorreinigung und der Abtransport der Zuckerrübe zur Verarbeitung wird von der Zuckerfabrik sichergestellt. Bei der Anlieferung wird die Rübe auf einer Brückenwaage abgewogen, anschließend wird vom Transportmittel mithilfe eines Probenehmers (Rüpro) ein Muster der Rübe entnommen, aus welchem im Labor der Zuckerfabrik die Menge der mineralischen und pflanzlichen Partikel festgestellt wird; anschließend wird aus einem Muster des Rübebreis die Zuckerhaltigkeit ermittelt. Die Zuckerrübe wird anschließend auf einer Deponie deponiert, von der sie mit Wasser in das Produktionsgebäude zur weiteren Verarbeitung geschwemmt wird.

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